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Vortragsveranstaltung „Rollenbilder in unserer Gesellschaft“Julia Ernst und Isabella Hödl starten JU Arbeitsgruppe „Freifrau“„Mädchen sind schlecht in Mathe, Buben können nicht kochen.“ – Stereotypen, die sicherlich nicht mehr zeitgemäß sind, und dennoch trifft man im täglichen Leben immer wieder auf geschlechtsspezifische Rollenbilder in der Gesellschaft. Diesem Thema angenommen haben sich zwei junge Frauen aus den Reihen des Kreisverbandes der Jungen Union (JU) Freising, Julia Ernst und Isabella Hödl. Mit ihrer Arbeitsgruppe „Freifrau“ wollen sie speziell in Freising auf das Denken in blau und rosa aufmerksam machen. Zur ersten Veranstaltung von Freifrau konnten sie die einzige Kreishandwerksmeisterin Oberbayerns, Irmgard Hetzinger-Heinrici, gewinnen.Vor einer interessierten Zuhörerschaft schilderte Hetzinger-Heinrici ihren Lebensweg von Demonstrationen der Frauenbewegung am Stachus bis zu ihrem ehrenamtlichen Engagement in der Gegenwart. Dabei ging sie auf damalige Gegebenheiten ein wie das wöchentliche Haushaltsgeld für Frauen oder die Stigmatisierung von alleinerziehenden Müttern. Beim Vergleich mit der heutigen Zeit stellte sie fest, dass „viele junge Frauen sich wieder in ihre Rollen fügen und somit bereits erstrittene Gleichberechtigung aufgegeben wird.“ Sie habe es schon erlebt, dass junge Paare zu zweit zum Frisör kämen und der Mann die Frisur der Frau bestimmte. Zuvor hatte bereits der CSU-Landtagsabgeordnete Dr. Florian Herrmann die Wichtigkeit des Themas in einem Grußwort hervorgehoben. Er mahnte an, auch auf sprachliche Formulierungen zu achten sowie sich nicht leichtfertig Vorurteilen zu ergeben. Zudem konnte Herrmann Grüße der Schirmherrin der Arbeitsgruppe Freifrau, Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer, überbringen. In der Diskussion im Anschluss an den Vortrag erkundigte sich der JU Kreisvorsitzende Peter Wagner nach dem Erfolg sog. „Girls‘ Days“. Als Kreishandwerksmeisterin stufte Hetzinger-Heinrici solche Veranstaltungen grundsätzlich als positiv ein. Sie gab jedoch zu bedenken, dass gerade die jungen weiblichen Auszubildenden in Männerberufen wie Maurer oft unter „flotten Sprüchen“ der älteren männlichen Kollegen zu leiden hätten. Genau so würden Vorurteile etwa jungen Frisören das Leben schwer machen.
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