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Soziales Gärtnern

JU Kreisverand besucht die Gärtnerei Hollern

Stellvertretend für den Kreisverband der Jungen Union Freising besuchte Vorsitzender Peter Wagner jun. zusammen mit Echings Bürgermeister Josef Riemensberger die Gärtnerei Hollern. Bei einem interessanten Rundgang erklärte Betriebsleiter Werner Schmeil den Gästen die Philosophie der Förderstätte, die etwa 100 Menschen mit Behinderung ganzjährig Arbeit gibt.

Im Unterschied zu vielen anderen sozialen Einrichtung müsse die Gärtnerei einen Gewinn erwirtschaften, um anfallende Kosten zu decken, die nicht vom Bezirk Oberbayern getragen würden. So pflege man Geschäftsbedingungen vor allem mit Großkunden, die die Qualität des biozertifizierten Betriebes zum Beispiel bei Pflanzenlieferung und -pflege schätzen. Ganz nebenbei können Kunden bis zu 50 Prozent ihrer eigenen gesetzlichen Quote für behinderte Mitarbeiter abgelten, wusste Jutta Simon, die Dienststellenleiterin des Augustinums, dem die Gärtnerei angeschlossen ist.

JU-Chef Wagner erkundigte sich nach Hürden, die durch den Verwaltungsaufwand entstehen. Antwort von Frau Simon: Die geltenden Dokumentationspflichten seien im Grunde in Ordnung, nur die Häufigkeit überzogen. Denn auf dem Papier ändere sich innerhalb eines Jahres wenig für einen Menschen mit Behinderung, der in der Gärtnerei beschäftigt ist. Man könnte die Verwaltungsprozesse schlicht effizienter gestalten. Bürgermeister Riemensberger schloss sich diesem Urteil an: "Das Geld sollte besser in den laufenden Betrieb gesteckt werden."

Gegen Ende konnte der Rathauschef noch einige Befürchtungen Schmeils beseitigen, die im Zusammenhang mit der geplanten Therme am Hollerner See standen. So würde die Zufahrt nicht durch das Areal Am Geflügelhof führen, sondern eine eigene Abzweigung von der B13 geschaffen werden.



Im Bild: Werner Schmeil (links) führte JU-Kreischef Peter Wagner jun. (Mitte) und Echings Bürgermeister Josef Riemensberger (rechts) durch die Gärtnerei Hollern.